Warum ein Online-Fax-Dienst?
Wer heute ein Fax senden muss, greift nicht mehr zum klobigen Faxgerät. Online-Fax-Dienste ermöglichen den Versand direkt vom Browser, Smartphone oder per E-Mail — ohne Telefonleitung, ohne Hardware. Doch die Auswahl ist groß und die Preismodelle unterscheiden sich erheblich.
Dieser Vergleich hilft Ihnen, den richtigen Dienst für Ihre Bedürfnisse zu finden: ob Sie einmal im Jahr ein einzelnes Fax an eine Behörde senden oder täglich Dutzende Dokumente im Geschäftsbetrieb verschicken.
Die wichtigsten Anbieter im Überblick
QuickFaxPro
Konzept: Einzelabrechnung ohne Abo. PDF hochladen, Faxnummer eingeben, bezahlen, fertig.
- Keine Registrierung erforderlich
- Keine monatlichen Kosten
- Sofortige Zustellbestätigung
- Bezahlung per Kreditkarte über Stripe
- Zielländer: USA, Kanada, Japan
Preise: ¥50 Grundgebühr pro Sendung + ¥20–50 pro Seite (je nach Seitenanzahl)
Am besten geeignet für: Gelegenheitssender, die kein Abo wollen und sofort ein Fax senden müssen.
eFax
Konzept: Marktführer für Fax-Abos mit eigener Faxnummer zum Senden und Empfangen.
- Eigene Faxnummer inklusive
- Senden und Empfangen per E-Mail, App oder Web
- Integration in Microsoft 365 und Google Workspace
- 170 Seiten pro Monat im Basistarif inklusive
- Überschreitungsgebühr pro zusätzliche Seite
Preise: 18,99 $/Monat (Plus) | 19,99 $/Monat (Pro)
Am besten geeignet für: Unternehmen, die regelmäßig Faxe senden und empfangen und eine dedizierte Faxnummer benötigen.
Nachteile: Vertragsbindung, hohe Kosten für Wenigsender, Kündigung teilweise umständlich.
Fax.Plus
Konzept: Freemium-Modell mit kostenlosem Einstieg und flexiblen Abo-Plänen.
- 10 kostenlose Seiten zum Testen
- Senden und Empfangen möglich
- Apps für iOS und Android
- HIPAA-konformes Angebot für US-Gesundheitswesen
- API für Entwickler verfügbar
Preise: Kostenlos (10 Seiten) | 6,99 $/Monat (Basic, 200 Seiten) | 12,99 $/Monat (Premium, 500 Seiten)
Am besten geeignet für: Nutzer, die den Dienst erst testen möchten, und kleine Unternehmen mit moderatem Faxaufkommen.
Nachteile: Kostenlose Seiten schnell verbraucht, Preise steigen bei höherem Volumen.
simple-fax.de
Konzept: Deutscher Anbieter mit Einzelabrechnung — Fax senden ohne Abo.
- Kein Abo erforderlich
- Senden per Webformular oder E-Mail
- Empfang über optionales Faxnummer-Abo
- Serverstandort Deutschland
- DSGVO-konform
Preise: Ab 0,08 €/Seite (Senden) | Empfangsnummer ab 1,99 €/Monat
Am besten geeignet für: Nutzer in Deutschland, die Wert auf einen deutschen Anbieter und DSGVO-Konformität legen.
Nachteile: Weniger internationale Reichweite, Benutzeroberfläche veraltet.
HelloFax (Dropbox Fax)
Konzept: Fax-Dienst, der eng mit Dropbox und Google Drive integriert ist.
- Direkte Integration in Dropbox, Google Drive, OneDrive
- Senden und Empfangen
- Elektronische Unterschriften inklusive
- 5 kostenlose Seiten zum Testen
Preise: 9,99 $/Monat (Home, 300 Seiten) | 19,99 $/Monat (Professional, 500 Seiten)
Am besten geeignet für: Nutzer, die bereits Dropbox verwenden und Fax nahtlos in ihren Cloud-Workflow einbinden möchten.
Nachteile: Nur als Abo, relativ teuer für Wenigsender.
FAX.de
Konzept: Etablierter deutscher Fax-Dienst mit verschiedenen Tarifen.
- Senden und Empfangen
- Eigene Faxnummer möglich
- Senden per Webformular, E-Mail oder App
- Serverstandort Deutschland
Preise: Ab 0,11 €/Seite (Gelegenheitstarif) | Flatrate ab 4,99 €/Monat
Am besten geeignet für: Deutsche Geschäftskunden mit regelmäßigem Faxaufkommen.
Nachteile: Preisstruktur unübersichtlich, ältere Benutzeroberfläche.
Preisvergleich: Alle Anbieter auf einen Blick
| Dienst | Abo-Pflicht | Monatliche Kosten | Inklusivseiten | Einzelpreis/Seite | Empfang | Zielländer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| QuickFaxPro | Nein | — | — | ¥20–50 (~€0,12–0,30) + ¥50 Grundgebühr | Nein | US, CA, JP |
| eFax | Ja | 18,99 $ | 170 | 0,10 $/Seite (Überschreitung) | Ja | 200+ Länder |
| Fax.Plus | Optional | Ab 6,99 $ | 200 | 0,20 $/Seite (Pay-as-you-go) | Ja | 180+ Länder |
| simple-fax.de | Nein | — | — | Ab 0,08 € | Optional | 40+ Länder |
| HelloFax | Ja | Ab 9,99 $ | 300 | 0,05 $/Seite (Überschreitung) | Ja | Weltweit |
| FAX.de | Optional | Ab 4,99 € | Variiert | Ab 0,11 € | Ja | 180+ Länder |
Welcher Dienst passt zu Ihnen?
Sie senden 1–5 Faxe pro Jahr
Sie brauchen kein Abo. Dienste mit Einzelabrechnung wie QuickFaxPro oder simple-fax.de sind die sinnvolle Wahl. Sie zahlen nur, wenn Sie tatsächlich faxen, und vermeiden monatliche Kosten für einen Dienst, den Sie kaum nutzen.
Sie senden 5–20 Faxe pro Monat
Ein günstiges Abo kann sich lohnen. Fax.Plus (Basic) oder FAX.de bieten moderate Pakete, die bei regelmäßigem Versand einen besseren Seitenpreis bieten als Einzelabrechnung.
Sie senden täglich Faxe im Geschäftsbetrieb
Für Vielversender mit Empfangsbedarf sind eFax oder HelloFax geeignet. Die eigene Faxnummer, E-Mail-Integration und Archivierung rechtfertigen die höheren monatlichen Kosten.
Sie benötigen einen deutschen Anbieter
Wenn Ihnen ein deutscher Serverstandort und DSGVO-Konformität besonders wichtig sind, kommen simple-fax.de oder FAX.de in Frage. Beide verarbeiten Daten ausschließlich in Deutschland.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Kosten pro Seite vs. Monatsgebühr
Rechnen Sie durch: Wenn Sie 3 Faxe mit je 2 Seiten pro Monat senden, zahlen Sie bei einem Einzelpreis-Dienst etwa 1–2 €. Ein 7-Dollar-Abo wäre dafür deutlich zu teuer. Umgekehrt: Bei 50 Seiten pro Monat lohnt sich ein Abo mit Inklusivseiten.
Zielländer
Nicht jeder Dienst unterstützt jedes Land. Prüfen Sie vorab, ob Ihre Zielnummern abgedeckt sind. QuickFaxPro unterstützt derzeit die USA, Kanada und Japan. Für europäische Faxnummern eignen sich eFax, Fax.Plus oder die deutschen Anbieter.
Empfangsmöglichkeit
Wenn Sie nicht nur senden, sondern auch Faxe empfangen müssen (z. B. für eine Geschäftsfaxnummer), scheiden reine Sendedienste aus. Prüfen Sie, ob eine Empfangsnummer im Preis enthalten ist oder extra kostet.
Sicherheit und Datenschutz
Achten Sie auf verschlüsselte Übertragung (HTTPS/TLS), Löschung der Dokumente nach dem Versand und — bei sensiblen Daten — auf DSGVO-Konformität. Dienste mit Serverstandort in der EU oder Deutschland bieten hier einen Vorteil.
Benutzerfreundlichkeit
Ein guter Fax-Dienst sollte in unter zwei Minuten bedienbar sein: Dokument hochladen, Nummer eingeben, absenden. Komplizierte Registrierungsprozesse und unübersichtliche Oberflächen sind ein Warnsignal.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es einen komplett kostenlosen Fax-Dienst?
Einige Dienste bieten eine begrenzte Anzahl kostenloser Seiten an (Fax.Plus: 10 Seiten, HelloFax: 5 Seiten). Für regelmäßige Nutzung reicht das nicht. Vollständig kostenlose Dienste ohne Einschränkungen existieren nicht — die Übertragungskosten über das Telefonnetz müssen gedeckt werden.
Was ist die beste eFax-Alternative?
Das hängt von Ihrem Nutzungsverhalten ab. Für Gelegenheitssender ist QuickFaxPro günstiger, da kein Abo anfällt. Für Vielsender mit Empfangsbedarf bieten Fax.Plus und HelloFax vergleichbare Funktionen zu niedrigeren Preisen.
Sind Online-Faxe genauso rechtsgültig wie Faxe vom Gerät?
Ja. Online-Faxe nutzen dasselbe Telefonnetz wie herkömmliche Faxgeräte. Sie erzeugen identische Sendeberichte und werden von Behörden, Gerichten und Unternehmen gleichermaßen anerkannt.
Kann ich ein Fax mit dem Smartphone senden?
Ja. Die meisten Dienste bieten eine mobile Website oder eine eigene App an. Mit QuickFaxPro können Sie direkt über den Browser Ihres Smartphones ein PDF hochladen und faxen — ohne App-Installation.
Fazit
Der richtige Online-Fax-Dienst hängt davon ab, wie oft Sie faxen. Für den gelegentlichen Versand ohne Abo-Bindung ist QuickFaxPro die schnellste und günstigste Lösung. Wer regelmäßig faxen und auch empfangen muss, findet bei Abo-Diensten wie Fax.Plus oder eFax passende Tarife.
Lesen Sie auch unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Online-Fax-Versand, wenn Sie sofort loslegen möchten.